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Kohlekraftwerke: Dreckschleudern und Klimakiller

Weiße Rauchschwaden steigen aus beträchtlichen Türmen in den Himmel. Was einer harmlosen Wolke ähnelt, hinterlässt nur eines in der Luft: Unmengen von Kohlendioxid und Schadstoffen. 

Die Energiegewinnung durch Kohlekraftwerke stellt die größte Gefahr für die Umwelt dar und trägt erheblich zum Anstieg von CO2 in der Atmosphäre bei.  Da Kohle jedoch sehr kostengünstig und reichlich vorhanden ist, deckt die Verbrennung von Kohle einen erheblichen Energiebedarf ab. 1

2017 betrugen die weltweiten CO2 - Emissionen durch Verbrennung von Kohle insgesamt 14.57 Billionen Tonnen.1 Zum Vergleich: Ein Flugzeug emittiert im Durchschnitt 175,2g CO2 pro Personenkilometer, bei einem PKW sind es durchschnittlich 208,7g. 2

Aktuell wollen bis 2030 nur 8 EU-Staaten gänzlich auf Kohle verzichten, während 6 andere Länder weiterhin auf Kohlkraftwerke setzen und die anderen somit ausbremsen. An der Spitze der Luftverpestung durch Kohle stehen Deutschland, das erst 8 Jahre später den Ausstieg ankündigt und Polen, das seinen Energieverbrauch fast hauptsächlich mit Kohle deckt. 3 Emissionen aus der Industrie sinken - abgesehen von der Steinkohle, die seit 2012 einen Rückgang von 40% hatte - kaum, während die des Flugverkehrs sogar um 26% gestiegen sind. 4

Die Gesundheit des Menschen bleibt davon nicht verschont. Die unkontrollierte Emission der Schadstoffe und ihre kumulative Wirkung auf Flora, Fauna und den menschlichen Körper sind Ursachen einer Vielzahl von Krankheiten, wie Hautkrebs, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Lungenkrebs, Asthma sowie Reizungen der Schleimhäute.  5

2 Umweltbundesamt: "Emmissionsfaktoren bezogen auf Personen/ Tonnenkilometer" 5.2019

 Flisowska, Joanna / Moore, Charles: "Just Transition or Just Talk" 2019

4 Jones, Dave: "New Data: 2018 ETS emissions fall as wind and solar replace coal" 1.4.2019

5 Munawer, Muhammad Ehsan: "Human health and environmental impacts of coal combustion and post combustion wastes"  2018

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